Auf meinen Freizeitpark-Touren durch Deutschland habe ich mittlerweile zehn verschiedene Parks besucht und dabei Informationen über deren Gastronomie gesammelt. Der Hansa-Park ist Deutschlands einziger Freizeitpark am Meer. Eröffnet wurde er am 15. Mai 1977. Er umfasst eine Fläche von 460.000 m² und wird pro Saison von etwa 1,3 Millionen Gästen besucht. Doch wie sieht es mit der veganen Ernährung im Park aus? Eine Antwort findest du hier.

Der Eingangsbereich des Hansa-Parks.
Ein frischer Obst-Becher aus dem Hanse-Café.
Vegane Backwaren wie beispielsweise Brötchen und Laugengebäck findet man im Hanse-Café und im Brezel-Shop.
Das Matrosenfrühstück im Hanse-Café kostet nur 2,90 € und kann vegan bestellt werden.
Das Slush-Eis kann man in verschiedenen Größen bestellen.
Bei 30 Grad und strahlendem Sonnenschein haben wir uns auch eine Abkühlung gegönnt.
Eine sehr schöne Aussicht auf den Park und das Meer hat man vom Holstein-Turm aus.
Bei offenen Süßwaren sind die Inhaltsstoffe praktischer Weise angeschrieben.
Die Sheriffsterne beispielsweise sind nicht vegan, da E120 (echtes Karmin) enthalten ist. Immerhin kann man so auf den ersten Blick erkennen welche Süßigkeiten vegan sind.
Im Restaurant L'Artista findet man Salate, Anti-Pasti, Pasta und Pizza zu fairen Preisen.
Die Pasta Pomodoro ist auf jeden Fall empfehlenswert.
Die Salate sind leider nicht ganz günstig, für mich aber ein Muss zum Essen.
Auf Anfrage habe ich von einer Mitarbeiterin eine Liste bekommen in der ich nachschauen konnte wo man vegane Gerichte im Park findet.
Gebrannte Mandeln, Liebesäpfel und Zuckerwatte findet man auch im Park.
Der Eingangsbereich ist auch bei Gegenlicht schön anzuschauen.

Bewertet habe ich alle Parks nach denselben Kriterien

  1. ) Gastronomie-bezogene Informationen auf der Homepage (Speisekarten, Allergenlisten etc.)
  2. ) Hilfsbereitschaft und Informiertheit des Personals (in Bezug auf die vegane Ernährung)
  3. ) Auswahl an veganen Speisen und frischen Lebensmitteln (z.B. Obst und Gemüse)
  4. ) Kennzeichnung veganer Angebote im Park
  5. ) Preis-Leistungs-Verhältnis

Damit ich keine falschen Informationen verbreite habe ich mir alle Erkenntnisse im Nachhinein nochmals von den Parks bestätigen lassen. Eine Gewähr für die dauerhafte Richtigkeit kann ich leider nicht geben, da die Angebote zum Teil wechseln, aber ich werde versuchen die Aufzählungen so aktuell wie möglich zu halten. Bei Zweifeln oder starken Allergien sollte man aber selber noch mal nachfragen, bzw. ausliegende Allergen-Listen einsehen.

Vegane Gastronomie im Hansa-Park

Obwohl im Hansa-Park keinerlei Gerichte als vegan gekennzeichnet sind, ist die Auswahl an veganen Speisen und Getränken in Ordnung. Meine Ergebnisse haben ich in dieser Liste für euch zusammengefasst.

Warme Speisen

– Pasta Pomodoro mit Tomatensauce im Restaurant “Pizzeria L’Artista”
– Kartoffelpuffer mit Salatbeilage im “Kiosk am Hansa-Garten”
– Pizza ohne Käse, vegan belegt, ebenfalls im Restaurant “L’Artista” (Pizzateig und Pizzasauce sind vegan)
– Ofenkartoffel ohne Sour Cream mit Salatbeilage im Restaurant „Weltumsegler“, im Restaurant „Saloon Last Chance“, im “Kiosk am Hansa-Garten” und im Restaurant “Miner’s Camp”
– Pommes (überall im Park, werden in Pflanzenfett frittiert und separat vom Fleisch)
– Gemüseschnitzel im Restaurant “Saloon Last Chance”
– Maiskolben ohne Kräuterbutter im Restaurant „Saloon Last Chance“ und im Restaurant “Miner’s Camp”

Kalte Speisen

– Salatbuffet im Restaurant Weltumsegler bzw. Salatteller in der “Pizzeria L’Artista” (Essig und Öl stehen bereit), gemischter Salat im “Kiosk am Holzfällerlager”, im Restaurant “Joe’s Cowboy Cookout Barbecue” und im “Miner’s Camp”
– Anti Pasti in der “Pizzeria L’Artista” (bitte ohne Parmesan direkt beim Personal bestellen)
– Farmersalat ohne Dressing im “Saloon Last Chance”
– Brötchen und Laugengebäck im “Hanse-Café”
– Laugenbrezel, Laugenstange, Laugenkrone und Riesenbrezel im “Brezelshop”

Snacks & Süßigkeiten

– Slush-Eis
– Eis am Stil (Zutaten stehen jeweils auf der Packung)
– Popcorn süß in der “Mandelkutsche” und Popcorn süß, salzig und Toffee am “Popcorn-Stand” und in den “Kärnan-Butiken”
– Tortilla Chips mit Salsa Sauce im Restaurant „Saloon Last Chance“, im Restaurant “Zeebrugge”, im “Miner’s Camp” und im “Joe’s Cowboy Cookout Barbecue”
– bei abgepackten Süßwaren stehen die Zutaten auf der Verpackung
– Bei offenen Süßwaren wie Meterkabeln, Sweet-Mix sowie JellyBeans sind die Inhaltsstoffe angeschrieben oder bei den Mitarbeitern einsehbar.

Meine Bewertungskriterien

Um die Ergebnisse besser einschätzen und nachvollziehen zu können, erkläre ich in folgendem Abschnitt meine Bewertung noch mal im Detail.


1.) Gastronomie-bezogene Informationen auf der Homepage3,5 klein

Auf der Homepage des Hansa-Parks gibt es in der Kategorie Gastronomie (Startseite > Park > Gastronomie) eine übersichtliche Auflistung aller Restaurants und Imbisse. Dazu kommt, dass die Restaurants und Imbisse mit Symbolen versehen sind: Gibt es vegetarische Speisen steht dort das V-Label (V mit einem Blatt). Werden vegane Speisen angeboten steht dort das V-Label mit zwei Blättern. Ableiten kann man davon zwar, dass vegane Speisen angeboten werden, eine Auflistung welche Speisen das genau sind, findet man auf der Homepage leider nicht. Speisekarten oder Allergenliste sucht man ebenfalls vergebens.  Aus diesem Grund vergebe ich 3,5 Sterne.

2.) Hilfsbereitschaft und Informiertheit des Personals 4 klein

Sowohl mein Pressekontakt, als auch die Mitarbeiter im Park waren (mit einer Ausnahme) sehr freundlich und hilfsbereit. Die Mitarbeiter in den Restaurants waren gut über die veganen Angebote im Park informiert. Auf Nachfrage im Restaurant L’Artista habe ich sofort eine Liste ausgehändigt bekommen auf der alle veganen Gerichte gekennzeichnet waren.

3.) Auswahl an veganen Speisen und frischen Lebensmitteln3 klein

Die Auswahl an verschiedenen Speisen ist in Ordnung, aber definitiv ausbaufähig. Nudeln mit Tomatensauce, Pizza ohne Käse, Salat mit Essig und Öl…alles besser als ständig nur auf Pommes mit Ketchup zurück zu greifen, aber leider auch kein Paradies für Veganer. Gut finde ich, dass es im Hanse-Café Obstbecher gibt. Die eigenen sich als Snack und sind noch dazu gesund. Da die Obstbecher allerdings recht teuer sind, würde ich dem Park als Alternative Äpfel oder Bananen vorschlagen. Da braucht man keine Verpackung und günstig verkaufen kann man sie außerdem. Salate werden in jedem Restaurant angeboten. Auch da könnte man beispielsweise eine Variation mit pflanzlichem Eiweiß schaffen. Also mit Tofu oder Hülsenfrüchten. Die Proteine kommen im Hansa-Park nämlich ein wenig zu kurz.

4.) Kennzeichnung veganer Angebote2,5 klein

Leider ist kein einziges Gericht im Hansa-Park (öffentlich) als vegan gekennzeichnet. Dennoch kümmert man sich um Gäste mit besonderen Bedürfnissen: Bei jedem Imbiss und Restaurant liegt eine Liste aus, auf der man sich anschauen kann welche veganen Speisen es in welchem Restaurant gibt. Anstatt die Allergene anzugeben, um Menschen mit Allergien mitzuteilen, dass ein bestimmtes Gericht nicht für sie geeignet ist, wurde das Prinzip umgekehrt: Auf der Liste findet man eine in Kategorien (vegetarisch, vegan, laktosefrei, glutenfrei) unterteilte Auflistung die anzeigt, welche Gerichte für welche Personengruppen geeignet sind. Definitiv kein schlechtes Prinzip.

Die Liste mit einer Übersicht findest du hier. (Änderungen des Speisenangebotes behält sich der Hansa-Park jedoch jederzeit vor.)

5.) Preis-Leistungs-Verhältnis4,5 klein

Das Preis-Leistungs-Verhältnis im Park ist gut. Ein kleines Frühstück mitsamt Brötchen, Kaffee oder Tee, Margarine oder Butter und beispielsweise Marmelade kostet 2,90 €. Eine Laugenbrezel liegt bei 0,80 € und die Nudeln mit Tomatensauce (Pasta Pomodoro) kosten 5,50 €. Da kann man sich wirklich nicht beschweren. Lediglich der Obstbecher war etwas teurer. 150 Gramm Ananas für 3,00 €.

Fazit

Pflanzenmilch gibt es leider keine im Hansa-Park. Anscheinend ist die Nachfrage nicht groß genug. Aus dem selben Grund wird das vegane Speisenangebot in Zukunft voraussichtlich nicht ausgebaut werden. Also….Veganer die auf dem Weg in den Hansa-Park sind: Hakt ruhig selber noch nach, macht euch bemerkbar und löchert das Personal mit Fragen 😉